Künstliche Intelligenz im Unternehmen

KI wird wirksam wenn Menschen mitgehen.

KI-Implementierung in Unternehmen braucht eine Aufgabe und Menschen, die mit den Ergebnissen arbeiten können. Ein erster Versuch mit einem Werkzeug kann schnell entstehen. Für die laufende Arbeit müssen Kontext und Verantwortung geklärt werden.

Meine Erfahrung umfasst den Aufbau eines AI Brain für Unternehmen sowie Leadership und Change Management bei der Einführung von KI. Dazu kommen Workflows und Agenten im Bereich Marketing.

Ich möchte mit dir klären, welche Arbeit unterstützt werden soll und was ein brauchbares Ergebnis ausmacht. Dein Team muss wissen, welche Informationen die KI nutzen darf und an welcher Stelle jemand prüft. Dieser Rahmen macht aus einer Idee einen Versuch, dessen Nutzen sich beurteilen lässt.

Florian Hieß
Vorausdenkend.
Verlässlich.
Foto: David Johansson

Welche Aufgabe soll KI unterstützen?

KI sollte eine klar beschriebene Aufgabe unterstützen. Im Marketing können dafür beispielsweise die Aufbereitung freigegebener Informationen oder die Vorbereitung einer Recherche infrage kommen. Welche Aufgabe geeignet ist, hängt vom tatsächlichen Ablauf ab.

Ich empfehle, den bisherigen Prozess zuerst zu beschreiben. Was kommt hinein, wer bearbeitet es und welches Ergebnis wird benötigt? Wo entstehen Rückfragen oder wiederkehrende Arbeit? An welcher Stelle braucht es fachliches Urteil?

Danach lässt sich eine begrenzte Unterstützung entwerfen. Der Versuch erhält einen Zweck und einen Maßstab für die Qualität. Zu diesem Maßstab gehört auch, wie viel Prüfung und Nacharbeit weiterhin nötig sind.

Das Vorgehen vermeidet eine Planung, die allein von den Funktionen eines Werkzeugs ausgeht. Welche Form der Begleitung für dein Unternehmen sinnvoll ist, besprechen wir anhand der Aufgabe und der vorhandenen Zuständigkeiten.

Was ich mit einem AI Brain meine

AI Brain verwende ich hier als Arbeitsbegriff für einen gepflegten Unternehmenskontext, auf den KI-Aufgaben zurückgreifen können. Gemeint sind Informationen über das Unternehmen und seine Arbeitsweise, deren Herkunft und Zuständigkeit nachvollziehbar bleiben.

Meine Erfahrung umfasst das Setup eines AI Brain. Den gepflegten Unternehmenskontext können KI-Workflows und Agenten nutzen. Welche technische Lösung dazu passt, wird für das Unternehmen gesondert entschieden.

Als Planungsansatz würde ich zuerst vorhandenes Wissen ordnen: Welche Informationen sind freigegeben? Welche Angaben ändern sich? Wer ist für die Pflege zuständig? Wer darf auf welche Inhalte zugreifen? Ein umfangreicher Bestand ist allein noch kein brauchbarer Kontext.

Für das Marketing könnten etwa geprüfte Angebotsbeschreibungen und Schreibregeln relevant sein. Das sind Beispiele für mögliche Wissensbereiche. Ob sie in deinem Vorhaben benötigt werden, hängt von der Aufgabe ab.

Leadership und Veränderung gestalten

Leadership und Change Management gehören zur KI-Einführung, weil Menschen ihre Arbeitsweise anpassen und Verantwortung für Ergebnisse behalten. Mein Hintergrund umfasst diese Aufgaben bei der Implementierung von KI.

Ich empfehle, den Anlass einer Einführung verständlich zu machen. Welche Arbeit soll verändert werden, und woran erkennt das Team einen brauchbaren Beitrag? Mitarbeitende sollten ihre Rückfragen und Grenzen des bisherigen Prozesses einbringen können.

Auch Erwartungen verdienen Klarheit. Ein Entwurf kann Unterstützung sein und weiterhin sorgfältige fachliche Prüfung brauchen. Der Aufwand für diese Prüfung gehört zum Ablauf. Wer sie übernimmt, sollte vor dem Versuch feststehen.

Führungskräfte müssen entscheiden, welche Freiräume sinnvoll sind und welche Handlungen eine Freigabe benötigen. Bei einem begrenzten Einstieg lassen sich diese Fragen an konkreter Arbeit besprechen. Daraus kann eine gemeinsame Arbeitsweise entstehen, die nach dem ersten Versuch gepflegt wird.

Workflows und Agenten sinnvoll einführen

Workflows und Agenten sollten aus einer Aufgabe und ihrem Handlungsspielraum folgen. Ein Workflow beschreibt einen Ablauf mit festgelegten Schritten. Bei einem Agenten können innerhalb eines Auftrags Entscheidungen über weitere Schritte hinzukommen.

Ich beschäftige mich mit beiden Formen in Marketing und Search. Für eine Einführung würde ich prüfen, welche Informationen benötigt werden und welche Fehler später auffallen müssen. Ein wiederkehrender Arbeitsschritt kann einen klaren Ablauf brauchen. Eine offene Recherche erfordert zusätzlich Regeln für Quellen und Abbruch.

Zugriffe und Freigaben gehören dabei zur Gestaltung. Darf das System Informationen nur lesen? Darf es Entwürfe speichern? Darf es eine Handlung auslösen? Diese Rechte sollten zur Aufgabe passen und ausdrücklich begrenzt sein.

Unter Agentic Search findest du mehr zur Verbindung von Agenten und Suchaufgaben. Der Einsatz bleibt eine Entscheidung über einen konkreten Prozess, dessen Ergebnis Menschen beurteilen müssen.

Ein begrenzter Ablauf könnte aus der Sichtung freigegebener Informationen und einem internen Entwurf bestehen. Die zuständige Person prüft anschließend, ob die Angaben richtig wiedergegeben sind. Dieses Beispiel zeigt eine mögliche Form der Planung und keinen zusätzlich bestätigten Kundenworkflow.

Für einen solchen Versuch würde ich Eingabe und erwartetes Ergebnis nebeneinander beschreiben. Welche Quelle darf verwendet werden? Welche Angaben müssen erhalten bleiben? Welche Veränderung soll das System ausdrücklich nicht vornehmen? Ein brauchbarer Auftrag beantwortet diese Fragen für alle Beteiligten verständlich.

Danach wird die Ausgabe mit der Quelle abgeglichen. Falls eine Information fehlt oder der Zusammenhang verändert wurde, sollte die Beobachtung konkret dokumentiert werden. Die Überarbeitung kann dann am Auftrag oder am verfügbaren Kontext ansetzen. Die fachliche Freigabe bleibt bei einer Person, die das benötigte Ergebnis beurteilen kann. So erhält der Versuch einen nachvollziehbaren Rahmen für die spätere Entscheidung über Fortsetzung und Nutzung.

Vom Pilot zur laufenden Arbeit

Vom Pilot zur laufenden Arbeit führt eine bewusste Entscheidung über Nutzen und Verantwortung. Ich empfehle, vor dem Versuch zu beschreiben, welche Qualität benötigt wird und welche Beobachtung über eine Fortsetzung entscheidet.

Nach dem Pilot werden Ergebnisse und notwendige Nacharbeit gemeinsam eingeordnet. Auch die Pflege des Wissens und die Zuständigkeiten müssen zur weiteren Nutzung passen. Der Guide KI im Marketing einführen beschreibt diesen Ansatz ausführlicher.

Wenn du einen möglichen Einstieg prüfen möchtest, nutze Kontakt und Erstgespräch.

Du kannst dafür zunächst den heutigen Ablauf beschreiben. Welche Informationen kommen an, und welches Ergebnis muss eine zuständige Person anschließend prüfen können?

Weiterlesen: Online Marketing.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zu künstlicher Intelligenz

12 Fragen zu diesem Thema.

Was ist ein AI Brain?

AI Brain ist mein Arbeitsbegriff für einen gepflegten Unternehmenskontext aus freigegebenem Wissen, Angeboten und Arbeitsregeln. KI-Workflows und Agenten können diesen Kontext nutzen. Informationen sollten eine nachvollziehbare Herkunft und eine zuständige Person haben. Eine bestimmte Software oder Architektur ist mit dieser Definition nicht festgelegt und wird gesondert ausgewählt.

Wo sollte ein Unternehmen mit KI beginnen?

Ein Unternehmen sollte bei einer konkreten Aufgabe beginnen, deren Ergebnis Menschen beurteilen können. Ich empfehle, den bisherigen Ablauf und das benötigte Wissen zu beschreiben. Daraus lässt sich ein begrenzter Versuch planen. Die Auswahl des Werkzeugs folgt dem Anwendungsfall und den Anforderungen an Zugriffe sowie Ergebnisprüfung.

Welche Rolle spielt Change Management?

Change Management unterstützt die gemeinsame Veränderung der Arbeit bei einer KI-Einführung. Mitarbeitende brauchen einen verständlichen Anlass und Gelegenheit, Rückfragen einzubringen. Ich empfehle, Erwartungen und Zuständigkeiten früh zu klären. Mein Hintergrund umfasst Leadership und Change Management bei der KI-Implementierung.

Wann ist ein Agent sinnvoller als ein Workflow?

Ein Agent kann sinnvoll sein, wenn ein Auftrag Entscheidungen über weitere Arbeitsschritte verlangt. Ein fest umrissener Ablauf lässt sich möglicherweise mit einem Workflow bearbeiten. Ich empfehle, zuerst die Aufgabe und erlaubten Handlungen zu beschreiben. Die zusätzliche Entscheidungsfreiheit eines Agenten sollte einen nachvollziehbaren Zweck und passende Kontrollpunkte haben.

Welche Unternehmensinformationen benötigt ein AI Brain?

Die benötigten Informationen für ein AI Brain hängen von den vorgesehenen Aufgaben ab. Geprüfte Angebotsbeschreibungen und Schreibregeln können im Marketing relevante Beispiele sein. Ich empfehle, Herkunft und Pflegezuständigkeit festzuhalten. Vertrauliche oder personenbezogene Informationen dürfen nicht automatisch in einen Kontext übernommen werden; der zulässige Zugriff muss vorher geklärt sein.

Wie werden geeignete KI-Anwendungsfälle ausgewählt?

Geeignete KI-Anwendungsfälle werden anhand von Aufgabe, verfügbarer Grundlage und prüfbarem Ergebnis ausgewählt. Ich empfehle, mögliche Aufgaben mit ihrem heutigen Ablauf zu vergleichen. Wie aufwendig wäre die Ergebnisprüfung? Welche Zugriffe wären nötig? Ein klar begrenzter Versuch kann diese Fragen beantworten, bevor ein Prozess dauerhaft verändert wird.

Wie werden Mitarbeitende in die KI-Einführung einbezogen?

Mitarbeitende sollten bei der KI-Einführung den bisherigen Arbeitsablauf und ihre Qualitätsanforderungen einbringen können. Ich empfehle, Rückfragen bereits bei der Auswahl eines Versuchs aufzunehmen. Später sollten auch Erfahrungen mit Nacharbeit dokumentiert werden. So entsteht eine Grundlage für die Entscheidung, welche Unterstützung das Team tatsächlich weiterverwenden möchte.

Welche Verantwortung bleibt bei Führungskräften?

Führungskräfte behalten die Verantwortung für Ziele, Zuständigkeiten und erlaubte Handlungen im Unternehmen. Der Einsatz von KI ersetzt diese Entscheidungen nicht. Ich empfehle, festzulegen, wer Ergebnisse prüft und wann eine Freigabe erforderlich ist. Auch die Zeit für Schulung und die laufende Pflege des Kontexts muss in der Planung berücksichtigt werden.

Wie lässt sich ein erster KI-Pilot begrenzen?

Ein erster KI-Pilot lässt sich über eine einzelne Aufgabe und klar begrenzte Zugriffe einrahmen. Lege fest, welche Informationen genutzt werden dürfen und welches Ergebnis erwartet wird. Ich empfehle, Qualitätskriterien und ein Abbruchkriterium vorab zu notieren. Damit bleibt die spätere Entscheidung über Fortsetzung oder Änderung nachvollziehbar.

Wie wird die Qualität eines KI-Workflows geprüft?

Die Qualität eines KI-Workflows wird am benötigten Ergebnis und an den verwendeten Informationen geprüft. Dazu gehören fachliche Korrektheit und nachvollziehbare Quellen, soweit die Aufgabe sie verlangt. Ich empfehle, auch Nacharbeit und Fehler zu dokumentieren. Ein überzeugend formulierter Text ist allein noch kein Nachweis eines brauchbaren Arbeitsablaufs.

Was passiert nach einem erfolgreichen KI-Pilot?

Nach einem erfolgreichen Pilot muss entschieden werden, wie Wissen und Arbeitsablauf weiter gepflegt werden. Zuständigkeiten und Freigaben sollten zur laufenden Nutzung passen. Ich empfehle, Änderungen am Prozess zu dokumentieren und die Qualität erneut zu prüfen. Erst diese Arbeit macht aus dem begrenzten Versuch einen verantwortbar betriebenen Ablauf.

Welche Datenschutz- und Zugriffsfragen müssen vorab geklärt werden?

Vor einem KI-Versuch sollten zulässige Daten, Empfänger und Zugriffsrechte geklärt werden. Auch der Umgang mit vertraulichen Informationen braucht eine ausdrückliche Entscheidung. Ich empfehle, diese Fragen mit den zuständigen Personen im Unternehmen abzustimmen. Eine allgemeine Marketingempfehlung ersetzt keine Prüfung der konkreten Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen.

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